Eine Übersicht der wichtigsten Motorradtypen

Wie bei den Automobilen, so haben sich in den letzten Jahrzehnten auch bei den Motorrädern verschiedene Typen entwickelt, die sich hinsichtlich Einsatzzweck und Fahreigenschaften unterscheiden. Für Motorradfahrer, die in erster Linie kurze und schnelle Ausfahrten bevorzugen, bieten sich insbesondere die Typen Sportler, Supersportler oder sogenannten Streetfighter an. Wer dagegen eher längere Ausfahrten liebt und dabei Wert auf eine gewisse Bequemlichkeit bevorzugt, der ist mit einem Chopper oder Cruiser sehr gut bedient. Für Fahrten ins Gelände sind dagegen besonders Motorräder vom Typ Enduro geeignet.

Die wichtigsten Eigenschaften der verschiedenen Motorradtypen

Motorräder vom Typ Sportler, Supersportler oder Streetfighter orientieren sich insbesondere an den Maschinen aus dem Rennsport. Zu den Streetfightern zählen zum Beispiel die Modelle von Ducati, die über entsprechend leistungsstarke Motoren verfügen. Der Fahrer nimmt dabei zumeist eine geduckte Sitzhaltung ein und die Motorräder verfügen über eine sehr straffe Vollverkleidung. Zudem ist dieser Motorradtyp auch an seiner schlanken Vollverkleidung zu erkennen. Motorräder ohne besondere Verkleidung werden auch als „naked Bikes“ oder Roadster bezeichnet. Aufgrund des ebenfalls fehlenden Windschildes sind Roadster bei höheren Geschwindigkeiten ab 130 km/h jedoch häufig sehr unbequem und der Fahrer kommt hier unmittelbar mit den Windkräften in Berührung.

Eine Enduro ist dagegen für die Fahrt durchs Gelände ausgelegt. Charakteristisch sind dabei die lang gestreckte Gabel sowie das überdimensionale Federbein. Dadurch kann die Enduro auch größere Unebenheiten problemlos schlucken und Sprünge werden optimal abgefedert. Die Reifen weisen ein sehr grob stolliges Profil aus und der Auspuff wird erhöht angebracht, um diesen vor Matsch und Spritzwasser zu schützen. Neben der klassischen Enduro werden auch sogenannte Reiseenduros angeboten. Diese erfreuen sich aufgrund ihrer Vielseitigkeit bereits seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Wie bei der normalen Enduro, so kommen auch hier lange Federwege zu Einsatz, jedoch sind die Motorräder zusätzlich mit einer straßentauglichen Ausstattung versehen. Der Fahrer nimmt dabei eine weitestgehend aufrechte Sitzposition ein, weshalb diese Maschinen auch für groß gewachsene Fahrer sehr gut geeignet sind. Die heutzutage angebotenen Reiseenduros sind sehr üppig ausgestattet und bieten in der Regel viel Platz für Gepäck.

Besonders in den USA sehr beliebt sind die sogenannten Chopper oder Cruiser. Die bekanntesten Vertreter dieser Kategorie sind hier beispielsweise die Modelle von Harley-Davidson. Die Sitzposition beim Chopper ist im Vergleich zu anderen Motorrädern tiefer und die Maschinen verfügen über eine längere Gabel. Besonders eher klein gewachsene Motorradfahrer entscheiden sich sehr häufig für einen solchen Motorradtyp. Weltweite Bekanntheit erlangten diese Motorräder vor allem durch den Film „Easy Rider“, in dem Dennis Hopper und Peter Fonda die amerikanische Westküste unsicher machten.

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